Leitbild

Qualitätsleitbild der Schule Birr

Erarbeitet im Schuljahr 06/07
Verabschiedet durch die Schulpflege im Januar 2007

 

Prozessqualitäten Schule


Schulführung

Führungsstil

Die Schulleitung lebt einen partizipativen Führungsstil. Sie bezieht interessierte Gruppen innerhalb der Schule in Entscheidungsprozesse ein und schafft Bedingungen, die eine Übernahme von Verantwortung erleichtern (z. Bsp. Verlagerung von Kompetenzen, geringe Hierarchie-Rituale, partizipativer Führungsstil).

Die Kommunikation zwischen der Schulleitung, den Lehrpersonen und den übrigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Schule ist geprägt durch offene Information, Verlässlichkeit und gegenseitiges Vertrauen. Konflikte werden offen angesprochen und sachbezogen gelöst.

Entscheidungsprozesse

Entscheidungen und Entscheidungsprozesse sind für alle an der Schule tätigen Personen transparent und werden nach Möglichkeit an den Ort des konkreten Handlungsvollzuges delegiert.

Nicht der Status von einzelnen Personen sondern die sachlich beste Lösung steht im Vordergrund.

Konferenz- und Sitzungsleitung

Die Schulleitung sorgt dafür, dass Besprechungen und Konferenzen effizient durchgeführt werden können (z. Bsp. im Voraus erstellte Traktandenliste, klare Moderationsverantwortung, Einsatz von Visualisierungshilfen, Beschlussprotokoll, verbindliche Absprachen bzgl. Zeitdauer, institutionalisierte Sitzungsevaluation).

Zusätzlich ist die Schulleitung dafür besorgt, dass transparente Entscheidungen gefällt und gemeinsam gefällte Beschlüsse umgesetzt werden.

Personalentwicklung

Es gibt ein Konzept zur Durchführung von Mitarbeitergesprächen (Qualifikationsgespräche), das darauf ausgerichtet ist, das individuelle Leistungs- und Entwicklungspotenzial der in der Schule tätigen Personen zu erfassen und zu fördern. Die dabei angewandten Instrumente und Kriterien sind für alle Beteiligten transparent.


Schulorganisation und Schuladministration

Pensenverteilung und Stundenplanung

Die Kriterien und das Verfahren zur Pensenverteilung und zur Gestaltung der Stundenpläne sind transparent. Bei den Lehrpersonen herrscht das Gefühl vor, dass die Verteilung der Pensen und die Platzierung der Lektionen im Lektionenplan korrekt erfolgen.  

Schuladministration

Eine adäquate Infrastruktur muss sichergestellt sein!
Es sind organisatorische Massnahmen getroffen worden, die das zielgemässe und ökonomische Funktionieren des Schulbetriebs sicherstellen:

  • Es gibt einen Raumbelegungsplan, der sicherstellt, dass die verfügbaren Räume optimal genutzt werden.
  • Für Unterrichtsausfälle, Stellvertretungen, Ad-hoc-Vertretungen kurzfristiger Abwesenheit von Lehrpersonen gibt es transparente Regelungen.
  • Es wird sichergestellt, dass Schülereintritte und Mutationen nachgeführt werden und bei Bedarf abrufbereit zur Verfügung stehen – unter Berücksichtigung des Datenschutzes.
  • Es gibt Absenzenregelungen, die sicherstellen, dass die Lehrpersonen rechtzeitig über abwesende Schülerinnen und Schüler informiert sind.
  • Das Bescheinigungswesen (Erstellen von Testaten, Zeugnissen, Belegen) ist zuverlässig, termingerecht und zeitsparend organisiert.
  • Für die Handhabung (Bestellung, Ausgabe, Aufbewahrung, Archivierung, Ausleihe, Rückgabe) von Schulbüchern, Medien und Dokumenten sind geeignete Verfahren festgelegt.
  • Routineabläufe werden durch geeignete, benutzerfreundliche Formulare vereinfacht.
  • Die bestellten Schulmaterialien (Schulbücher u.a.) und die erforderlichen Verbrauchsmaterialien werden den Bedürfnissen und Wünschen der Benutzer gerecht und stehen termingerecht zur Verfügung.

Kollegiale Zusammenarbeit und Schulkultur

Persönliches Wohlbefinden/Umgang mit Belastung

Die Lehrpersonen und die übrigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fühlen sich wohl an der Schule. Das Verhältnis von Belastung und Befriedigung, die mit der Arbeit in der Schule verbunden sind, wird als sinnvoll erlebt.

Probleme und Schwierigkeiten aus dem Schulalltag können offen in die kollegialen Gespräche eingebracht werden und werden respekt- und verständnisvoll aufgenommen.

Kommunikationskultur

Die Kommunikation im Kollegium ist offen, tolerant, verständnisvoll. Persönliche Wertschätzung und Anerkennung werden im Kollegium offen zum Ausdruck gebracht. Es wird ein offener und transparenter Umgang mit den im Kollegium vorhandenen heterogenen Ansprüchen und unterschiedlichen Interessen gepflegt.

Einbezug der Schülerinnen und Schüler ins Schulleben

Die Schülerinnen und Schüler fühlen sich wohl an der Schule. Sie sind in gewissem Sinne stolz auf „ihre“ Schule und zeigen eine Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung für schulische Belange. Strukturen und Gefässe, die ihnen eine Mitsprache in wichtigen Belangen des Schullebens ermöglichen, sind sichergestellt.

An der Schule werden verschiedene Bestrebungen unternommen, um eine gute Integration möglichst aller Schülerinnen und Schüler zu ermöglichen und um Gewalt- und Suchtproblemen präventiv und konstruktiv zu begegnen.


Prozessqualitäten Unterricht


Lehr- und Lernarrangement

Unterrichtsinhalte

Die im Unterrichtvermittelten Inhalte entsprechen den inhaltlichen Zielen und Vorgaben des Lehrplanes, bzw. den an der Schule geltenden inhaltlichen Vereinbarungen (Stoffpläne usw.).

Unterrichtsplanung

Die Freiräume, die der Lehrplan offen lässt, werden bewusst wahrgenommen und für Unterrichtsschwerpunkte genutzt, die auf die spezifischen Interessen und Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler eingehen (z.Bsp. Unterrichtsprojekte, Freiarbeit, Arbeit mit Lernverträgen usw.).

Gestaltung der Lehr- und Lernprozesse (methodisch-didaktisches Arrangement)

Der Lehrperson gelingt es, die Selbstverantwortung der Schülerinnen und Schüler für ihr eigenes Lernen bewusst zu machen und durch geeignete Massnahmen zu fördern (Die Schülerinnen und Schüler fühlen sich für ihren Lernerfolg selber mitverantwortlich).

Förderung von Schlüsselqualifikationen

Die Lehrperson orientiert sich bei der Planung und Gestaltung des Unterrichts – neben den Fachinhalten – auch an den so genannten „Schlüsselqualifikationen“ (fachunabhängige Erziehungsziele wie Anstand, Pünktlichkeit, Freundlichkeit, Selbständigkeit, Verantwortungsbewusstsein, etc.)

Individuelle Förderung

Die Unterrichtsplanung bezieht die individuellen Fördermöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler ein. Durch Individualisierungsmassnahmen (z. Bsp. Lernplanunterricht, Werkstattunterricht, Arbeit mit Lernverträgen usw.) versucht die Lehrperson, auf die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler einzugehen.

Die Lehrperson verfügt über ein differenziertes Verhaltens- und Massnahmenrepertoire, um Schülerinnen und Schüler, die Lernschwierigkeiten haben, wirksame Hilfen anzubieten und um bestehende Lerndefizite gezielt anzugehen.


Soziale Beziehungen

Beziehung zwischen Lehrpersonen und Schülerinnen/Schülern

Die Beziehung der Lehrperson zu den Lernenden ist persönlich, wertschätzend, freundlich und respektvoll.

Klassenführung

Die Führung der Klasseerfolgt auf der Grundlage von Anerkennung und Ermutigung. Erwünschtes Verhaltender Schülerinnen und Schüler wird positiv verstärkt. Die Lehrperson achtet darauf, dass in der Klasse keine Minderheiten oder Einzelpersonen ausgegrenzt oder „gemobbt“ werden.

Es wird ein bewusster und reflektierter Umgang mit sozialen und kulturellen Unterschieden gepflegt.

Beziehungen zwischen den Schülerinnen und Schülern

Der Unterricht findet in einer angstfreien Atmosphäre statt, in der sich Schülerinnen und Schüler offen zu äussern wagen und in der das Fehler machen innerhalb der Lerngruppe nicht zu negativen Reaktionen führt.


Prüfen und Beurteilen

Prüfungsgestaltung

Den Schülerinnen und Schülern sind vor der Prüfung die Lernziele bekannt, an denen sich die Prüfung orientiert. Die Zielangaben werden als hilfreiche Orientierungshilfen für die individuelle Prüfungsvorbereitung empfunden.

Notengebung

Die Leistungsbeurteilung und die Notengebung sind für die Schülerinnen und Schüler transparent. Die Schülerinnen und Schüler kennen die Beurteilungskriterien und den Benotungsmassstab, den die Lehrperson verwendet hat; sie können damit die Beurteilung bzw. die Notengebung nachvollziehen.